Mittwoch, 12. Oktober 2016

Das vergessene Blatt

Ein Tag
Regennass
Erlebnisschwer
Auf meinem Weg
Bäume
Die -
einer Baustelle weichen mussten
Auf dem Rückweg
Erlebnisgeprägt
Trostblatt
Hoffnungsgrün
gezupft -
von
geschundenen Zweigen
Der Tag
Erlebnisempört
Hat Deine Seele
mein Rufen gehört
Deine Stimme
Geschichten
über Stunden erzählt
Vergessen
in meiner Tasche
Das Blatt
Die Nacht
Erlebnissortiert
Neuer Tag ist erwacht
erinnert
Ans Blatt
Meine Tasche geöffnet
obwohl zerknittert das Blatt
strömt mir entgegen
Hoffnungsgrün

Der Duft von Leben  



Sonntag, 9. Oktober 2016

Wer?

Wenn sich alle finden lassen wollen,
wer geht dann noch auf die Suche?


Ist finden lassen nicht verharren? :-) 


Ich geh dann mal suchen ...

Pilze 
Kastanien 
die letzten Sommerblüten ...und den Duft des Herbstes 


~ Herbstzeitlos ~
  Pe  Werner 


Herbstzeitlos

Wenn mein Herbst kommt
färbe ich mein Grau
nicht in Silber
nicht Altweiberblau
Wenn mein Herbst kommt
trag' ich's mit Gelassenheit

Wenn mein Herbst kommt
und ein Blättermeer
schwebt zu Boden
zähle ich nicht mehr
Wenn mein Herbst kommt
lach' ich über Jahresringe

Wenn mein Herbst kommt
und es neblig wird
meine Sonne
ihre Kraft verliert
Wenn mein Herbst kommt
soll er blühen
herbstzeitlos

Wenn dein Herbst kommt
und ich bin noch da
unser Winter
schon erstaunlich nah
Wenn der Herbst kommt
wirst du nicht allein verblüh'n

Wenn dein Herbst kommt
und es neblig wird
deine Sonne
ihre Kraft verliert
Wenn dein Herbst kommt
soll er blühen
herbstzeitlos

Und wenn mein Herbst kommt
färbe ich mein Grau
nicht in Silber
nicht Altweiberblau
Wenn mein Herbst kommt
soll er blühen herbstzeitlos
Wenn der Herbst kommt
lass uns blühen
herbstzeitlos 

Sonntag, 2. Oktober 2016

Erleben

Treffen

Herbsthimmelfarben
von Dunkel bis Federweiß
Sonne trifft Regen



Farbenspiel

Sonne und Regen
Licht trifft Himmelstränenflut
Regenbogenglück






Samstag, 24. September 2016

Willkommen Herbst


Strahlend ist der erste Herbsttag erwacht, mit Sonnenschein und rosa Wolken.
Das zarte Rosa steht der unausweichlichen Vergänglichkeit.
Der Tag lächelt.
Und ich lächle auch.
Die Weide, die Spatzen, das Wasser.
Spontan habe ich einfach die Straßenbahnhaltestellen gewechselt und bin in die andere Richtung gefahren. Habe den Weg zum Wasser eingeschlagen und genieße ….. die Düfte, den Lärm, die Magie.
Die Stille, den Wind, die Sonne und den Zauber des Augenblicks.
Es hat sogar mit Tisch 26 geklappt. Zumindest konnte ich ihn noch ergattern, nachdem Gäste gegangen sind. Der „Fünfundzwanziger“ kann es mir sicher verzeihen.
Unausweichlich ist eben die Anziehungskraft jenes legendären Tisches. Der so viele Geheimnisse miterlebt hat, Tränen sah, Lachen hörte und manchmal einfach nur das Schweigen zwischen meiner Begleiterin und mir.

Unter der großen Krone der Weide ist es schattig und kühl. Eine Umarmung der besonderen Art.
Was alles hat sie wohl schon erlebt? Auch sie strahlt Magie aus.
Mein Blick geht hinüber ans andere Ufer. Noch ragt das Riesenrad über die Wipfel der Bäume. Wer weiß wie lange es dort noch Wacht hält über so manche Kindheitserinnerung vieler inzwischen längst Erwachsener. Es wird fehlen im Stadtbild.
Sehnsüchte werden bleiben.
Und die Erinnerungen. Meine Cousine, mit den Melonen im Arm. Der Kinderwagenkorb voller N.. ähm … Schaumküsse. Und wir Provinzler oben im Rad mit dem Blick auf die Stadt mit ihrer ungeheuren Anziehungskraft. JAHREEEEEEEEE her…. Inzwischen ist meine Enkeltochter so alt, wie mein Jüngster damals bei unserem Besuch im Plänterwald.

Sanfte Brisen, die den Duft des Wassers unter die Weide wehen, holen mich zurück ins Jetzt.
Es riecht frisch. Anders als im Sommer. Dem Duft fehlt die Wärme der Sommersonnentage.
Das Wasser riecht nach kühlen Nächten. Dafür ist es ganz klar und ich kann von meinem Platz aus die Stichlinge beobachten, die sich im sonnenbeschienenen ufernahen Wasser tummeln.

Die Sonne tut ihr Bestes. Malt silberne Kringel auf kleine Wellen. Der starke Geruch der großen Schubboote fehlt. Und der Duft des Zigarillos von Frau S.
Vier Jahre werden es bald, dass ich diesen Platz durch sie kennenlernte. Viele Windgespräche sind hier entstanden. Ich hab erfahren das ich Oma werde, Pläne wurden geschmiedet und so manches dem Wind und den Wellen anvertraut.

Ja, der Duft fehlt, doch die Erinnerung an ihn ist da. Statt Zigarillo riecht es nach Mittagessen aus der Hafenküche und mein Magen knurrt in die Stille. Erinnert an seine Leere.

Ich lasse ihn knurren. Der Milchkaffee muss ihm für den Moment genügen.

Hier unter der Weide ist die Gelassenheit daheim.
Stimmgewirr
Geschäftigkeit
und Baulärm, der von gegenüber herüberweht, haben keine Macht über die Stille und Gelassenheit.
Die Boote im Hafen schaukeln leicht. Unterstützen den Moment. Erinnern an das Wiegen eines Kindes.
Selbst die Spatzen betteln in Harmonie um kleine Gaben.
Ein Kormoranpärchen weckt Fernweh, doch die Weide verführt zum Bleiben.
So oft schon hier gesessen, so oft schon den Weg an der Promenade entlang gegangen und doch ist alles immer anders. Neu, Frisch ...unverbraucht und faszinierend.

Die Stille hier lässt sich fast nicht beschreiben, man muss sie fühlen, einatmen, hören und sehen.
Langsam packe ich meine Sachen zusammen. Stift und Block lagen wie immer bereit und auch die Kamera.
Doch heute hat das Auge gereicht, Bilder geben nicht wieder was sichtbar ist, so gut sie auch gelingen mögen. Ein Stück Weg liegt noch vor mir und ich weiß, ich werde ihn nicht ohne viele kleine und große Pausen hinter mich bringen. Hier und dort schauen, immer wieder die Eindrücke mit den Augen einfangen, vielleicht doch hin und wieder auch auf den Auslöser der Kamera drücken.

Und die Stille wirken lassen ...Kraft tanken … den ersten Herbsttag genießen.
Mögen ihm noch viele lächelnde Tage folgen ….




Spätsommer

Gestern legte der Wind seine Sehnsüchte ins grüne Blattwerk der Erlen Träumte sich mit der untergehenden Sonne in den duftenden Süden Pustete Sternenglitzerfunken durch die Nacht und bließ den Wolken den Marsch die sich vor den Mond schieben wollten Heute genießt er still einen Spätsommertag hört das Lachen spielender Kinder
und schaut der Sonne zu
die ihre ersten Herbstfarbenkleckse planlos im Erlengrund verteilt


Wolkenstill

Freitag, 26. August 2016

Gezähmt

Sehnsucht
vom Sommer gezähmt
versprüht
rotbäckigen Charme
Düfte streifen
durch Birkenwälder
Träume fliegen
über Wiesen
und Wolken
ertrinken im
spiegelnden Himmelsblau
Sehnsucht
vom Sommer gezähmt
flattert dem Herbst entgegen



Wolkenstill



Freitag, 5. August 2016

Regensommer ~ Sommerregen

Jeder Regentropfen 
erzählt eine Geschichte
Neue
oder Alte
Wahre
oder Erdachte
Vom Wachsen und Werden
Vom Vergehen
Uralte Märchen
Sagenumwoben
Schillernd und Bunt
Nur wir sehen ihn manchmal
bedrohlich und Grau
Jeder Regentropfen küsst die Natur
Und Dich
wenn Du willst